Aljechin,
Anderssen, Bardeleben,
Bird, Blackburne,
Capablanca, Dörffel,
Dufresne, Fischer,
Fritz, Hecht,
Hübner, Kasparow,
Kramnik, Lasker,
Menchik, Morphy,
Najdorf,
Nimzowitsch,
Pillsbury, Polgar,
Reti, Rubinstein,
Sämisch,
Schlechter, Spasski,
Steinitz,
Tal, Thomas,
Timman, Topalow,
Zukertort
Ein
Turm hat Narrenfreiheit. Steinitz' "Juwel".
Partie:
Weiß: Wilhelm Steinitz, Schwarz: Carl v. Bardeleben
(Hastings 1895)
Italienisch.
l.e4 e5, 2.Sf3 Sc6, 3.Lc4 Lc5, 4.c3 Sf6, 5.d4 exd4, 6.cxd4 Lb4+, 7.Sc3
d5?! (üblich ist 7...Sxe4), 8.exd5 Sxd5, 9.0-0 Le6, 10.Lg5 Le7, 11.Lxd5
Lxd5, 12.Sxd5 Dxd5, 13.Lxe7 Sxe7, 14.Tel! (droht Verdoppelung auf der e-Linie),
14...f6, 15.De2 Dd7,16.Taclc6 (16...Kf7!), 17.d5 (ein feiner Zug: S. macht
das Feld d4 für den Springer frei), 17...cxd5, 18.Sd4 Kf7, 19.Se6
Thc8, 20.Dg4 g6, 21.Sg5+! (der Tanz beginnt), 21...Ke8. 22.Txe7+!! (obwohl
nun ständig auf der ersten Reihe Matt droht, ist dies korrekt: auf
Dxe7 folgt 23.Txc8+. auf Kxe7. 23. Tel + Kd6, 24. Db4+ ! Tc5, 25. Te6+
und gewinnt, oder 24...Kc7, 25.Se6+ Kb8, 26.Df4+ und gewinnt),22...Kf8!,
23.Tf7+! Kg8! 24.Tg7+ Kh8, 25. T xh7+. Carl von Bardeleben verließ
an dieser Stelle verwirrt den Turniersaal und schickte erst später
durch einen Boten seine "Kapitulation". Aus folgendem Grund: Kg8 (Dxh7,
26.Txc8+), 26.Tg7+ Kf8, 27.Sh7+ mit Damengewinn oder 26...
Kh8, 27.Dh4+ Kxg7, 28.Dh7+ Kf8, 29.Dh8+ Ke7, 30.Dg7+ Ke8, 31.Dg8+ Ke7,
32.Df7+ Kd8, 33.Df8+ De8, 34.Sf7+ Kd7, 35.Dd6 matt.
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Der
versoffene Alex mit dem komplizierten Spiel.
Partie:
Weiß: Richard Reti, Schwarz: Alexander Aljechin,
Baden-Baden 1925
Aljechin-Verteidigung im Anzug
l.g3 e5, 2.Sf3 e4, 3.Sd4 d5, 4.d3 (Die A.-Verteidigung mit vertauschten
Farben.
Das Mehrtempo l. g3 bereitet die Fianchierung des Königsläufers
vor, die in der A.-Verteidigung öfter auftaucht. In dieser Partie
treffen zwei grundsätzlich verschiedene Spielauffassungen zusammen.
Reti, der Vertreter des »Hypermodernen Stils«, überläßt
das Zentrum mit Vorliebe in der Eröffnung seinem Gegner, während
A. dem Bauernzentrum eine sehr wichtige Rolle zuschreibt. So steht A. mit
seinen Kommentaren in seinem Buch »Auf dem Wege zur Weltmeisterschaft«
dieser Richtung zwar wohlwollend, aber mißtrauisch gegenüber.)
4...exd3, 5.Dxd3 (Heute würde man systemgerecht 5.cxd3 spielen.) 5...Sf6,
6.Lg2 Lb4+ (A. will den Zug 7.c3 provozieren; zieht später der e-Bauer,
so würde das Feld d3 schwach.),7.Ld2 Lxd2, 8.Sxd2 0-0, 9.c4! (Reti
übernimmt die Initiative auf dem Damenflügel.) 9...Sa6, 10.cxd5
Sb4, 11.Dc4 Sbxd5, 12.S2b3 c6, 13.0-0 Te8, 14.Tfdl.
(Statt dessen hätte
14. h3! das folgende Manöver verhindert. Der Läufer c8 hätte
dann nur schwer ein aktives Feld gefunden.) 14 ...Lg4, 15.Td2 Dc8, 16.Sc5
Lh3! (Der Bauer b7 ist vergiftet. Auf 17.Lxh3 Dxh3, 18.Sxb7 gibt Aljechin
folgende Widerlegung an: 18...Sg4, 19.Sf3 Sde3! 20.fxe3 Sxe3, 21. Dx f7
+! Kh8!, 22.Sh4 Tf8 und gewinnt. Die erste hübsche Variante in der
Partie, aber noch lange nicht die letzte.) 17.Lf3 Lg4, 18.Lg2 Lh3, 19.Lf3
Lg4, 20.Lhl (Eine Zugwiederholung gestatten, hieße für Weiß natürlich
eingestehen, daß seine moderne Eröffnung nichts eingebracht
hat. Da ein Läuferabtausch die Königsstellung geschwächt
zurückläßt, bleibt nur dieser Rückzug. Der Kampf verschärft
sich zusehends.) 20...h5! 21.b4! a6, 22.Tacl h4, 23.a4 hxg3, 24.hxg3 Dc7,
25. b5 (Reti sollte den Gegenangriff beachten und zur Verteidigung
25. e4 Sb6, 26.Db3 einschalten.) 25...axb5, 26.axb5 Te3! (Droht
27...Txg3+,28.fxg3 Dxg3+, 29.Lg2 Se3 nebst matt.) 27.Sf3? (Laut Aljechin
der Verlustzug, 27.Lf3 scheint die Partie zu halten: Lxf3, 28.exf3 cxb5,
29.Sxb5 Da5, 30.T2dl!)27...cxb5, 28.Dxb5 (Auf 28.Dd4 folgt
stark Ta4!) 28 ... Se3, 29.Dxb7 Dxb7, 30.Sxb7 Sxe2+,
31.Kh2 (Nach 31.Kfl Sxg3+, 32. f xg3 Lxf3 usw. behält Schwarz einen
Mehrbauern. Merkwürdigerweise gewinnt der Angriff nach dem Damentausch
noch an Schlagkraft.) 3l... Se4! (Der Höhepunkt des Aljechinschen
Kombinationswirbels und der Gewinnzug. Auf 32.fxe3 Sxd2 verliert Schwarz
die Qualität, denn es hängen Te1 und Sf3.), 32.Tc4 Sxf2! 33.Lg2
Le6! ("Dieser stille Zug leitet eine zehnzügige, auf Figurengewinn
berechnete Kombination ein", so Aljechin. Außer 34... Lxc4
droht 34...Sg4+ 35.Kh3 Se5 + mit Figurengewinn.), 34. T4c2 Sg4 +, 35. Kh3
Se5 +, 36. Kh2 Txf3! (Diese Fülle von Kombinationen bei schon stark
reduziertem Material ist wohl einmalig.) 37.Txe2 Sg4+, 38.Kh3 Se3+, 39.Kh2
Sxc2.40.Lxf3. (Noch immer ist das Material gleich. Doch wegen des ungünstig
postierten Springers auf b7 ist noch eine letzte kleine Kombination möglich.)
40...Sd4! Weiß gab auf, denn 41.Te3 Sxf3+, 42. Txf3 Ld5 kostet eine
Figur, und auch 40.Txe6 Sxf3+wäre unzureichend.
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Fischer am Ziel
Partie:
Weiß: Robert Fischer, Schwarz: Boris Spasski
(Reykjavik 1972, 6.WM-Partie):
Damengambit.
l.c4 (bei Fischer eine Überraschung; stets pflegte er bisher mit
l.e4 zu eröffnen) e6, 2.Sf3 d5, 3.d4 Sf6, 4. Sc3 Le7, 5. Lg5 0-0,
6. e3 h6, 7. Lh4 b6, 8.cxd5 Sxd5, 9.Lxe7 Dxe7, 10.Sxd5 exd5. 11.Tel Le6,
12.Da4 c5, 13.Da3 Tc8, 14.Lb5! (blockiert den schwarzen Damenflügel.
Der weiße Plan besteht in der Belagerung der Zentrumsbauern). 14...a6,
15.dxc5 b x c5, 16.0-0 Ta7 (besser scheint 16... Db7, 17. La4 Db6.), 17.
Le2 Sd7, 18. Sd4! Df8 (um auf 19. Sb3 c4 spielen zu können), 19. Sxe6
fxe6, 20.e4!! (weist die Schwächen im Lager des Nachziehenden überzeugend
nach), 20... d4, 21. f4 De7, 22. e5 Tb8, 23. Lc4 (nun droht 24. f5!), 23...
Kh8 (auf Sb6 käme 24. Db3! nebst 25.f5 oder 25. L x e6), 24. Dh3 Sf8, 25. b3 a5, 26. f5 (die entscheidende
Linienöffnung. Der Angriff ist nun nicht mehr aufzuhalten), 26...
exf5, 27.Txf5 Sh7, 28. Tcfl Dd8, 29. Dg3 Te7, 30. h4 (um auf Tf7 nicht
mit Sg5 rechnen zu müssen), 30... Tbb7, 31. e6 Tbc7, 32. De5 De8,
33. a4 Dd8, 34. Tlf2 (Schwarz ist ohnehin zur Untätigkeit verurteilt),
34... De8, 35.T2f3 Dd8, 36. Ld3 De8, 37.De4! Sf6, 38. Txf6! gxf6, 39. Txf6
Kg8, 40. Lc4 Kh8, 41. Df4. Der Abgabezug; Schwarz gibt auf. Es droht 42.
Tf8 +, und auf Tc8 folgt 42.Txh6+ Th7, 43.Df6+ Kg8, 44.e7+. Eine Partie
im Stil Capablancas.
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Partie:
Weiß:
Johan Zukertort, Schwarz: James Henry Blackburne,
London 1883.
Zukertort-Reti-System
l.c4 e6,2.e3 Sf6, 3.Sf3 (also Zugumstellung), 3...b6,4. Le2 Lb7, 5.0-O
d5, 6.d4Ld6, 7.Sc3 0-0, 8.b3 Sbd7, 9.Lb2 De7
(besser 9...c5), 10.Sb5 Se4, 11.Sxd6 cxd6, 12.Sd2 Sdf6, 13.f3 Sxd2, 14.Dxd2
dxc4? (schwächt das Zentrum. Besser war 14...e5! mit noch etwa gleichen
Chancen), 15.Lxc4d5,16.Ld3 Tfc8, 17.Tael (die Weichen sind gestellt: Schwarz
operiert auf der c-Linie, Weiß geht mit dem e-Bauer vor, um seinem
Läuferpaar Geltung zu verschaffen), 17...Tc7,18.e4 Tac8,19.e5 Se8,
20. f4 g6,21. Te3 (operiert im folgenden auf der 3. Reihe), 21...f5, 22.exf6
Sxf6?, (richtig 22...Dxf6 um aus der e-Linie herauszugehen), 23.f5! Se4,
24.Lxe4 dxe4, 25.fxg6! Tc2 (gewinnt eine Figur, verliert aber im Mattangriff),
26.gxh7+ Kh8, 27.d5+ e5, 28.Db4!! (ein brillantes Damenopfer, das Zukertort
schon mit 25.fxg6 berechnet haben mußte. Auf Dxb4 folgt 29.Lxe5+
Kxh7, 30.Th3 + Kg6, 31.Tf6+ Kg5, 32.Tg3 + Kh5, 33.Tf5+ Kh6,34.Lf4+ Kh7,
35.Th5 matt!), 28...T8c5, 29.Tf8+! Kxh7(auf 29 ... Dxf8, 30. LX e5 + Kxh7,
31. Dxe4+ gewinnt Weiß schnell), 30.Dxe4+Kg7, 31.Lxe5+ Kxf8, 32.Lg7+,
und Weiß gewann leicht (Dxg7, 33.De8 matt).
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...
wie von einer anderen Welt:
Partie:
Weiß: Henry Bird - Schwarz: Paul Morphy
(London 1858),
Phildor-Verteidigung.
l.e4 e5, 2.Sf3 d6, 3.d4 f5!? 4.Sc3 fxe4, 5.Sxe4d5, 6.Sg3 e4, 7.Se5
Sf6, 8.Lg5 Ld6, 9.Sh5? (besser 9.f3! womit Bird noch immer eine gute Stellung
erreichen konnte), 9... 0-0, 10.Dd2 De8,11 Lg4? Sxg4,12.Sxg4 Dxh5, 13.Se5
Sc6 (Man sieht genau den Unterschied zwischen Morphy und seinen Zeitgenossen:
während Bird mit jedem Zug nach neuerlichen Angriffsmöglichkeiten
suchte, mobilisierte Morphy seine Kräfte), 14.Le2 Dh3, 15.Sxc6 bxc6,
16.Le3 Tb8, 17.0-0-0 Txf2!, 18. Lxf2 Da3!! (Das war der Sinn des Turmopfers:
die Dame schwenkt herüber, um am Königsangriff teilzuhaben. Es
verbietet sich 19.bxa3?? wegen Lxa3 matt!), 19.c3 Dxa2, 20.b4 (es drohte
20...Dal+, 21.Kc2 Db2matt!), 20 ...Dal+, 21.Kc2 Da4+, 22.Kb2? (der entscheidende
Fehler. Nach 22. Kcl muß sich M. mit Dauerschach begnügen).
22...Lxb4!, 23,cxb4 Txb4, 24.Dxb4 Dxb4+, 25.Kc2 e3, 26.Lxe3 Lf5+, 27.Td3
Dc4+, 28.Kd2 Da2+,29.Kd1 Dbl+.
Weiß gab auf.
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Anderssens Traum-Kombi
Partie
Weiß: Adolf Anderssen, Schwarz: Jaques Dufresne.
Evans-Gambit
Berlin 1852
l. e2-e4 e7-e5, 2.Sg1-f3 Sb8-c6, 3.Lfl-c4 Lf8-c5,
4.b2-b4 Lc5xb4, 5.c2-c3 Lb4-a5, 6.d2-d4 e5xd4, 7.0-0
d4-d3 8. Ddl-b3 Dd8-f6, 9. e4-e5 Df6-g6, 10. Lcl-a3 Sg8-e7,
11. Tfl-el b7-b5, 12. Lc4xb5 Ta8-b8, 13. Db3-a4 La5-b6
(Es drohte bereits La3xe7 usw) 14. Sbl-d2 Lc8-b7, 15. Sd2-e4!
Dg6-f5, 16. Lb5xd3 Df5-h5, 17. Se4-f6+ g7xf6, 18. e5xf6
Th8-g8 (Schwarz hat nun Gegenangriff. Freilich überwiegt der Angriff
von Weiß. Schwarz droht offensichtlich Dh5xf3. Die Antwort Ld3-e4
liegt nahe und wäre gar nicht übel. Anderssen aber hat einen
wundervollen Einfall, der es ihm erlaubt, auch seine letzte Reserve ins
Treffen zu führen:) 19. Tal-dl!! Dh5xf3, 20. Te1xe7+!
Sc6xe7, (Wird der Turm nicht geschlagen, so folgt 20. Ke8-d8, 21. Te7xd7+,
Kd8-c8 ((wieder war der Turm nicht zu schlagen, da bei Kd8xd7, Ld3-e2+
die Dame gewinnt)), 22. Td7-d8+, Sc6xd8. Und dann wie in der Partie) 21.
Da4xd7+! Ke8xd7 (Alles ist erzwungen) 22. Ld3-f5++
Kd7-c6, 23. Lf5-d7 Matt. Eine der schönsten Kombinationen, die die
Schachgeschichte kennt.
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Rubinsteins "Unsterbliche".
(Meine besondere Vorliebe gilt seit langer Zeit seinem Spiel.)
Partie:
Weiß: Gerz Rotlevi - Schwarz: Akiba Rubinstein,
Lodz , an Weihnachten 1908.
Damengambit.
l.d4 d5,2.Sf3 e6, 3.e3 c5, 4.c4 Sc6, 5.Sc3 Sf6, 6. dxc5(?) Lxc5
(gegen den wenig ehrgeizigen Aufbau von Weiß hat R. bereits bequemen
Ausgleich erreicht. Der letzte Zug von Weiß entwickelt nur den Nachziehenden),
7.a3 a6, 8.b4 Ld6, 9.Lb2 0-0, 10.Dd2? (Weiß hatte eine Position des
angenommenen Damengambits mit vertauschten Farben und natürlich ein
Tempo mehr erreicht. An sich kann dies nicht so schlecht sein, aber die
weiße Dame hat auf d2 absolut nichts zu suchen. Besser 10.Dc2 oder
Le2.) 10...De7, 11.Ld3 d5xc4, 12.Lxc4 b5, 13.Ld3 Td8, 14.De2 Lb7, 15.0-0
Se5, 16.Sxe5 Lxe5, 17.f4 Lc7, 18.e4 Tae8, 19.e5? Lb6+, 20.Khl Sg4!, 21.Le4
Dh4! (der Tanz beginnt: R. hat sehr fein gesehen, daß das vorgerückte
weiße Zentrum nur Schwächen im eigenen Lager schafft). 22. g3 Txc3!!
(Eine Bombe !! Die Kombination, die der Positionsspieler
Rubinstein hier vom Stapel läßt, könnte jeden Romantiker
neidisch machen) 23.gxh4 Td2!! (es kommt noch schöner), 24.Dxd2 Lxe4+
25. Df3 (der einzige Zug), 25... Th3!
Weiß muß aufgeben; es folgt Txh2 matt, egal was Schwarz
noch zieht.
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Die kubanische Schachmaschine:
Partie:
Weiß: Jose Raul Capablanca - Schwarz: Emanuel Lasker
New York 1924
Slawisch
l.d4 d5, 2.c4 c6, 3.Sc3 Sf6, 4.cxd5 cxd5, 5. Sf3 Sc6, 6. Lf4 (in Betracht
kam auch 6.Db3, um die aktive Läuferentwicklung nach f5 zu vermeiden.
Lasker verzichtet ohnehin darauf, vermutlich aus den psychologischen
Erwägungen, daß sein Gegner solches erwartete), 6... e6, 7.e3
Le7, 8.Ld3 0-0, 9.0-0 Sh5, 10.Le5 f5! (auf 10... f6 folgt stark 11. Sg5,
und es hängen Sh5 und Bauer h7), 11.Tel Sf6. 12,Lxf6 (sonst folgt
12...Se4), 12... gxf6 (hält das wichtige Feld e5 unter Kontrolle:
auf 12...Lxf6 käme 13.Sa4 nebst Sc5. Weiß muß nun Vorsorgen, daß sein Gegner
nicht am Königsflügel zum Angriff kommt), 13.SD4 Kh8. 14.f4 Tg8,
15.Tf3 Ld7, 16.Th3 Le8 (verhindert 17.Dh5), 17.a3! (plant Dc2 nebst Überführung
des Tel zum Königsflügel, z.B. droht nach 17...Dd7.18.Dc2 das
Opfer Sxf5. Lasker deckt vorsorglich h7), 17...Tg7, 18.Tg3 (eine neue Idee:)
18...Txg3, 19.hxg3 Tc8, 20. Kf2 (. . . Spiel auf der h-Linie), 20.... Sa5,
21.Df3 Sc4, 22.De2 Sd6, 23.Thl Se4+, 24. Lxe4 fxe4, 25. Dg4 f5 (sonst folgt
26.f5), 26. Sxf5! (gewinnt drei Bauern für den Springer und eine lang
anhaltende Initiative), 26...exf5,27.Dxf5 h5 (die einzige Verteidigung
gegen das Matt auf h7), 28.g4 Tc6! (soll zur Verteidigung des Königsflügels
herüberschwenken), 29. g5 (Aljechin hält 29. Sxd5 für aussichtsreicher,
doch nach Lh4 + ergeben sich große Komplikationen) 29...Kg8, 30.Sxd5
Lf7, 31.Sxe7+ (vernichtet das Läuferpaar), 31...De7, 32.g4
hxg4 (32...Tc2+, 33.Kg3 Te2, 34.gxh5! ist schwächer), 33.Dh7+
Kf8, 34.Th6 Lg8, 35.Df5+ Kg7, 36.Txc6 bxc6, 37.Kg3 De6? (der Verlustzug.
Lasker übersah offenbar einfach den nächsten Zug von Weiß.
Solche Versehen stellen sich häufig ein, wenn man so lange Zeit unter
Druck steht. Nach 37... Lf7!, 38.Dxg4 c5! ist die Stellung nach Aljechins
Meinung haltbar.), 38.Kxg4! Dxf5, 39.Kxf5 Ld5, 40.b4! a6, 41.Kg4! Lc4,
42.f5 Lb3, 43.Kf4 Lc2, 44.Ke5 (die Freibauern f5 und g5 verbürgen
zusammen mit dem aktiven weißen König den Sieg), 44... Kf7,45.
a4! Kg7,46. d5 Lxa4, 47.d6 c5, 48.bxc5 Lc6, 49.Ke6 a5, 50.f6+ aufgegeben.
Die ganze Partie über spürte man, daß sich hier zwei Giganten
gegenübersaßen, die sich nichts zu schenken bereit waren. Die
Partie erhielt einen Schönheitspreis.
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Laskers beste Partie
überhaupt
Partie:
Weiß:Emanuel Lasker, Schwarz: Jose Raoul Capablanca
St.Petersburg 1914
Spanisch
l.e4 e5, 2.Sf3 Sc6, 3.Lb5 a6 4.Lxc6 (!). (Eine sehr unerwartete Entscheidung.
Die Abtauschvariante im Spanischen war eine gefährliche Waffe in den
Händen von Lasker. Aber keiner der Anwesenden glaubte
daran, dass diese ruhige Eröffnung
gegen den Supertechniker Capablanca zum Erfolg führen würde.
Mit dem liebenswerten Selbstbewußtsein der
Jugend teilte Jose Raoul auch diese Einschätzung und erkannte
die wahren Absichten von Lasker nicht.)
4...dxc6 5.d4 exd4, 6.Dxd4 Dxd4, 7.Sxd4 Ld6 (Die Damen sind vom Brett;
es sieht wirklich nicht so aus, als spielte Lasker auf Sieg) 8.Sc3 Se7,
9.0-0, 0-0, 10.f4 Te8, Sc3 f6, 12.f5! (Nach den klassischen positionellen
Regeln der Steinitz-Schule
muss man diesen Zug verurteilen. Weiß bekommt einen schwachen
Bauern auf e4. Schwarz hat fortan einen sicheren
Stützpunkt auf e5, und der weiße Bauernvorteil am Königsflügel verliert
an Bedeutung - so viele Negativpunkte für einen einzigen Zug.
Aber Laskers Adlerauge hat viel weiter geblickt)12...b6, 13.Lf4 Lb7? Ein
ernsthafter Fehler! Im allgemeinen sollte Schwarz glücklich sein,
die Doppelbauern auf der c-Linie aufzulösen, aber hier wird jetzt
der Bauer auf d6 zu einer dauerhaften Schwäche. Notwendig war 13..
Lxf4!,14.Txf4 c5! 15.Tdl Lb7 16.Tf2 Tad8 17.Tfd2 (17.Txd8 Txd8 18. Td2
Txd2 19.Sxd2 Sc6 oder) 17...Txd2 18.Txd2 Sc6 19.Td7 Tc8 und nach Se5 hat
Schwarz eine gut spielbare Stellung. Dieser Plan wurde von Capablanca selbst
entwickelt - leider erst nach der Partie :-) 14.Lxd6 cxd6 15.Sd4 Tad8?
(Capablanca nimmt den weißen Plan immer noch nicht ernst. Aber der
Springer auf e6 wird ihm ein Dorn im Fleisch sein. 15...Lc8 war also notwendig.
16.Se6 Td7 17.Tadl Sc8 18.Tf2 b5 19.Tfd2 Tde7 20.b4 Kf7 21.a3 La8? (Das
Fragezeichen steht nicht für den Zug, sondern für die Idee, die
a-Linie zu öffnen, obwohl diese nur von den weißen Türmen
effektiv genutzt werden kann.Schwarz hat den strategischen Kampf bereits
verloren, aber das Qualitätsopfer 21...Sxe6 22.fxe6+ Sxe6 würde
ihm die besten Widerstandsmöglichkeiten bieten.) 22.Kf2 Ta7 23.g4
h6 24.Td3 a5? 25.h4 axb4 26.axb4 Tae7 Ein trauriger Rückzug. 27.Kf3
Tg8 28.Kf4 g6 29.Tg3 g5+ (Der letzte Zug, der von den Kommentatoren kritisiert
wurde. Aber es ist bereits zu spät für gute Ratschläge.29...gxf5
bringt kaum Entlastung) 30.Kf3 Sb6 (Ein verzweifelter Versuch) 31.hxg5
hxg5 32.Th3! Td7 33.Kg3 (Die letzte Vorbereitung) 33...Ke8 34.Tdhl Lb7
35.e5! (In 23 Zügen - seit 12.f5 - ist es Schwarz nicht gelungen,
diesen Bauern zu neutralisieren!) 35.dxe5 36.Se4 Sd5 37.S6c5 Lc8, 38.Sxd7
Lxd7 39.Th7 Tf8, 40.Tal (Schmerzhafte Strafe für den Fehler im 24.
Zug.) 40...Kd8 41.Ta8+ Lc8 42.Sc5 ... 1-0
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Miguel
Najdorfs wilder Ritt. V i e r Opfer für ein Hallelujah ...
Partie:
Weiß: Glücksberg - Schwarz: Najdorf,
Warschau 1935.
Holländisch
l.d4 f5, 2.c4 Sf6, 3.Sc3 e6, 4.Sf3 d5, 5.e3 c6, 6. Ld3 Ld6, 7.0-
0 0-0, 8. Se2? Sbd7, 9. Sg5? Lxh2+ (auf 10.Kxh2 würde nun Sg4+ nebst
11...Dxg5 folgen), l0.Khl Sg4, 11.f4 De8, 12.g3 Dh5 ! 3.Kg2 Lgl!, 14.Sxgl
Dh2+, 15.Kf3 e5!!, 16.d4xe5 Sxe5+!, 17.f4xe5 Sxe5+,18.Kf4 Sg6+,19.Kf3 f4!!
(droht Se5matt), 20.exf4 Lg4+!!, 21.Kxg4 Se5+!, 22.fxe5 h5 matt.
Rumms !
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Der Zauberer ist
wieder da.
Partie: Weiß: Boris Spasski, Schwarz: Michail Tal
Tallinn1973
Nimzo-Indisch
I.d4 Sf6, 2.c4 e6, 3.Sc3 Lb4, 4.Lg5 (Spasskis Spezialität), 4...h6,
5.Lh4 c5. 6.d5 b5!? (zerschlägt im Gambitsinne das weiße Zentrum.
Für den Bauern erhält Schwarz aktives Spiel, ganz nach Tals Geschmack),
7.dxe6 fxe6, 8.cxb5 d5!, 9.e3 0-0, 10.Sf3? (die Wurzel allen Übels:
Weiß läßt Punkt c3 ohne Aufsicht. Besser ist 10. Ld3 Da5.
11.Sge2 unklar ), 10...Da5, 11.Lxf6 Txf6, 12.Dd2 a6!, 13.bxa6 Sc6!,14.Le2
d4, 15.exd4 Txf3!, 16.Lxf3 cxd4. 17.0-0 dxc3, 18.bxc3 Lxc3, 19.Dd6 Txa6,
20.Lxc6 Lb4! (die feine Pointe der Kombination: die Dame hat kein Feld,
auf dem sie den Lc6 weiter decken kann), 21.Db8 Txc6, 22.Tacl Lc5. 23.Tc2
Da4 (verhindert die Turmverdoppelung auf taktische Weise: 24.Tfcl Lxf2+!,
25.Kxf2 Txc2+, und Schwarz gewinnt), 24.Db3 Df4, 25.Dg3 Df5, 26.Tfcl Lb7,
27. Df3 Dg5,28. Db3 Tc7. 29. g3 Lxf2 +! (der Schlußangriff einer
schwungvollen Partie. Der weiße König wird bei einem lehrreichen
Kesseltreiben mattgesetzt), 30.Kxf2 Df6+, 31.Kel De5+, 32.Kfl La6+, 33.
Kgl Dd4+, 34.Kg2 De4+, 35.Kgl Lb7, 36.h4 Dhl+, 37.Kf2 Tf7+, 38.Ke2
De4+. Weiß gab auf, denn auf 39. Kd2 folgt Td7 +, 40. Kc3 Dd4 matt
und auf 39.De3 La6+, 40. Kd2 Td7+ mit Damengewinn.
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"Doc" Hübners Sternstunde
Partie:
Weiß: Robert Hübner - Schwarz: Garry Kasparow
Dortmund 1992
Königsindisch
Sechste Runde beim Chess Meeting. Schon vor der Partie spürte
man. daß an diesem Tag etwas in der Luft lag. Eine große Fotografenschar
hatte sich ve sammelt, um die Antfangszüge des deutschen Vorkämpfers
gegen den Weltmeister auf Color- oder Schwarzweiß-Film zu bannen.
Erste Überraschung: Hühner war auf die Eröffnung seines
Gegners sehr gut vorbereitet und benötigte bis zum 18. Zug weniger
als zehn Minuten.
1.d4 Sf6 2. c4 g6 3. g3 Lg7 4. Lg2 0-0 5. Sc3 d6 6. Sf3
Sbd7 7.0-0 e5 8. e4 c6 9. h3 Db6 10. c5 dxc5 11.dxe5 Se8 12. Sa4 Da6 13.
Lg5!? Weiß folgt in dieser scharfen Variante einer Empfehlung seines
Gegenübers. Ratschlage vom Weltmeister soll man getrost annehmen.
Der Läuferzug nach g5 ist in jedem Falle besser als die Fortsetzung
13. Lf4?! Sc7 14. Dc2 Sed 15. Tfdl Te8 und Schwarz hatte in der Partie
Jussupow - Kasparow, Linares 1990, gutes Spiel, 13. ... b5 14. Sc3 Sc7
15. Lc7 Te8 16. Ld6 Se6 17.a4? Besser für Weiß wair es, sogleich
17. Se2 zu ziehen. Nach 17. ... Sef8 kann Hübner mil 18. Dc2 c4 19.
b3 fortsetzen. 17. ... h4 18. Se2 Da5 19. Sd2 La6 20. f4 c4 21. Kh2 Tad8
22. Dc2 Sb6 23. Tfdl Lf8 24. Sf3 c3 25. Sed4 Sxd4 26.Sxd4 cxb2 27. Dxb2
Sc4 28. Db3 Db6 29. a5 Db7 30. Lxf8 Kxf8 Jetzt hat der weiße Doppelbauer
auf der e-Linie das Wort. 31. e6 c5 32. e5 Dc7 33. exf7 Dxf7 34. Se6 Txdl
35. Txdl Sxe5 36. Ld5 Lc4 37. Dc2 (Diagramm 100) Kasparow. der mit den
letzten beiden Zügen Verwicklungen anstrebte, schießt jetzt
ohne jegliche Zeitnot über das Ziel hinaus. 37. ... Sg4+? Hin fataler
Fehler, der die Partie kostet. Wollte der Weltmeister wieder einmal zaubern?
Als trauriges Resultat seines Springerzuges bleibt ihm eine Figur weniger
- für nichts.
Das naheliegende 37. ... Lxd5 geht nicht wegen 38. Dxc5+ Kg7 39. Sxe5
Txe5 40. fxe5 La8 41. Dd4. wie man leicht sieht. Remisaussichtcn, so lautete
Kasparows Ansicht hei der ersten Analyse, bietet Schwarz 37. ... b3! 38.
Dc3 Df5 nebst 39. ... Dc2+. Der Perfektionist Robert Hübner, dessen
ausführliche Partieglossen im offiziellen Turnierbuch zehn Druckseiten
füllen, vertritt die Meinung, 37. ... b3 sei nicht das Beste. Zurück
zur Partie beim Chess Meeting in Dortmund. Nach dem Textzug gerät
Schwarz materiell zu sehr in Rückstand, so daß er das Endspiel
beim besten Willen nicht mehr halten kann. 38. hxg4 Te2+ 39. Dxe2 Lxe2
40. Lxf7 Lxdl 41. Lc4 b3 42. Sxa7 b2 43. La2 Le2 44. Kg2 Ld3 45. Kf3 Ke7
46. Ke3 b1 Dame 47. Lxbl Lxbl 48. Sb5 Kd7 49. a6 Kc6 50. f5! Der
Witz des schönen weißen Schlußzuges besteht in 50. ...
gxf5 51. gxf5 Lxf5 52. Sd6!! Was Robert Hübner an diesem Apriltag
des Jahres 1992 am Schachtisch in der Dortmunder Wesfalenhalle geleistet
hatte, wurde ihm und vielen anderen erst später richtig bewußt.
Der "Doc" feierte nicht nur seinen ersten Sieg über den Weltmeister,
sondern trug auch dazu bei. daß eine beispiellose Serie im internationalen
Spitzenschach zu Ende ging.
Zum ersten Male seit elf Jahren hatte Kasparow bei einem großen
Turnier mehr als eine Partie verloren.
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Die "Perle von Wijk":
"... it takes two to create an immortal game" (G.Kasparow)
Weiß: Gari Kasparow, Schwarz: Weselin Topalow
Wijk aan Zee, Holland, 1999
Pirc
1.e4 d6, 2.d4 Sf6, 3.Sc3 g6, 4.Le3 Lg7, 5.Dd2 c6, 6.f3 b5, 7.Sge2 Sbd7,
8.Lh6, Lxh6, 9.Dxh6 Lb7, 10.a3 e5, 11.0-0-0De7, 12.Kb1 a6, 13.Sc1 0-0-0,
14.Sb3 exd4, 15.Txd4 c5, 16.Td1 Sb6, 17.g3 Kb8, 18.Sa5 La8, 19.Lh3 d5,
20.Df4+ Ka7, 21.The1 d4, 22.Sd5 Sbxd5, 23.exd5 Dd6, 24.Txd4 !! (Ein Raunen
geht durchs Publikum; nach diesem Zug verzeichnete die Web-Site des Veranstalters
plötzlich mehere Millionen Zugriffe auf die Live-Übertragung)
... cxd4 (Topalow läßt es sich jetzt zeigen), 25.Te7+ !!
(Nicht zu nehmen wegen der Mattsetzung nach Dxd4+ ...) ... Ka6, 26.Dxd4+
Kxa5, 27.b4+ Ka4, 28.Dc3 Dxd5, 29.Ta7 Lb7, 30.Txb7 Dc4, 31.Dxf6 Kxa3, 32.Dxa6+
Kxb4, 33.c3+ !! (hübsch !!) ...Kxc3, 34.Da1+ Kd2, 35.Db2+ Kd1, 36.Lf1
!! (boah ...) Td2, 37.Td7!! Txd7, 38.Lxc4 bxc3, 39.Dxh8 (Das Endziel der
Kombination...) Td3, 40.Da8 c3, 41.Da4+ Ke1, 42.f4 f5, 43.Kc1 Td2, 44.Da7
... aufgegeben.
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Der Ekel-Fritz:
Partie Weiß: G.Kasparow - Schwarz: Fritz 3
München 1994
Blitz 5min
Damengambit
l. e3 d5 2. c4 dxc4 3. Lxc4 e5 4. d4 exd4 5. exd4 Lb4+ 6. Se3 Sf6 7. SO
0-0 8. 0-0 Lg4 9. h3 Lh5
10. g4 Lg6 11. Sc5 Sc6 12. Le3 Kasparow hat die Partie bewußt
mit dem ungewöhnlichen Zug l. e3 begonnen, um Theoriepfade zu umgehen.
Inzwischen ist eine Stellung des Damengambits entstanden. Weiß verfügt
über aktives
Figurenspiel, das ihm viele Möglichkeiten offenläßt. 12. ... Sxe5 13.
dxe5 Sd7 14. f4 Sb6 15.Lb3? Der erste Fehler von Weiß in vorteilhafter
Lage. Er konnte hier mit 15. Lxb6! axb6 16. Dxd8 Taxd8
17. f5 Td2 IS. fxg6 hxg6 19. e6 gewinnen. Auf Grund der knappen Zeit
- es ist ja eine Blitzpartie - sieht der Champion dieses Abspiel offenbar
nicht. 15. ... Ld3 16. Df3 Lxfl 17. Txfl c6 18. f5 De7! Ein sehr guter
Verteidigungszug, schnell und ohne Emotionen. Fritz hat ja keine. Ein Gegner
aus Feisch und Blut würde angesichts des Kasparowschcn Raumvorteils
schon ins Grübeln und vielleicht auch ins Zittern kommen.19. f6 Die
richtige Entscheidung. Nach 19. De4 Tae8 20. e6 fxc6 21. Lxe6+ Kh8 stünde
Schwarz überlegen.19. ... Dxe5 20. fxg7 Kxg7 21. Se4 Sd5 22. Lxd5
cxd5 23. Sg3 Kg8 24. Sf5 (stärker als 24. Lh6 Ld6!) 24. ... Tac8 25.
Df2 Tc4! Fritz vereitelt damit die weißen Drohungen. Nach 25. ...
b6? 26. Sh6+ Kg7 27. Ld4 wäre Kasparov am Drücker. Jetzt
kann Schwarz auf 26. Ld4 einfach 26. ... Txd4 ziehen und steht nach 27.
Sxd4 Lc5 besser. 26. Sh6+ Kh8 27. Lxa7 f6 28. Sf5 Te8 29. a3 29. ...Le1!
Mit dieser starken Fortsetzung nimmt das Schachprogramm die Zügel
endgültig in die Hand. Kasparow hat seinen
Vorteil verspielt und wird immer mehr in die Verteidigung gezwungen, was
er überhaupt nicht liebt.30.Dg2 Te4 31. Sh6 Te7 32. Tf5 Te2! 33. Txe5
Txg2+ 34. Kxg2 fxe5 35. Lh8 e4 36. Le5+ Txe5 37. Sf7+ Kg7 38. Sxe5 Weiß
konnte zwar das materielle Gleichgewicht wiederherstellen; dennoch ist
das Endspiel nicht mehr zu halten. Fritz realisiert exakt seinen Gewinn.
38. ... Ld2 39. Kf1 Lc1 40. b3 Lxa3 41. g5 d4 42. Ke2 d3+ 43. Kd2 Ld6 44.
Se4 Lf4+ 45. Kc3 h5! 0-1
Kasparow hat keine Verteidigung mehr. zum Beispiel 46. Sb6 b4+ 47.
Kb2 c3 oder 46. Sa3 b4+
47. Kxb4 c2 bzw. 46. Sd2 b4+ und 46. Sb2 Le5+.
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>>>
Jedoch: Mensch siegt gegen Maschine ...
Weiß: Jan Dörffel Schwarz: Fritz 6
Blitz 5 min
Sizilianisch.
Stolzenau/Weser, Dezember 2001
1.e4 c5, 2.Sf3 e6,3.d4 cxd4, 4.Sxd4 Sf6, 5.Ld3 a6, 6.c4 d6, 7.Sc3
Le7, 8.b3 Sc6, 9.Sxc6 bxc6 (Ich will nichts, und das auch nicht sofort
!!)10.Lb2 Tb8, 11.0-0 0-0, 12.De2 (da steht die Dame aussichtsreich)
... Dc7 13.f4 e5 14.f5 Ld8 ?! (das dauert alles zu laaange, Fritz !!) 15.Kh1
Db7 16.g4 (sehr scharf, aber wenn schon, dann alles auf eine Karte!) h6
17.Tg1 Lb6 18.g5 !! (Das mir so etwas einfallen konnte ...)
Lxg1 (wohl bekomm's, dummer Blechkopf!!) 19.gxf6 Ld4 20.Dg2
g5 21. fxg6 e.p ... Le6 22. g7! Tfe8 23. Dd2 Lg4 !? (droht schließlich
Matt; ein letzter Versuch von Fritz, mich doch noch zu bescheißen!)
24.Tf1 (deckt's) Lh5 25.Dxh6 Lf3+ 26. Txf3 Lxc3 27.Dh8 Schach und matt
und Freude groß !!
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Sämisch
im Zugzwang (der hieß übrigens auch Fritz):
Partie:
Weiß: Fritz Sämisch,
Schwarz: Aaron Nimzowitsch
Kopenhagen, 1923,
Damenindisch

1.d4 Sf6 2.c4 c6, 3.Sf3 b6, 4.g3 Lb7, 5.Lg2 Le7, 6.Sc3 0-0. 7.0-0 d5,
8.Se5 c6, 9.cxd5 cxd5, 0.Lf4 a6! (plant ein Vorgehen am Damenflügel
mittels b5), 11.Tcl b5, 12.Db3 Sc6 (der Springer strebt zum Vorposten c4),
13.Sxc6 ("Sämisch opfert zwei Tempi - Abtausch des Temposchluckers
Se5 gegen den beinahe unentwickelten Sc6, nur um das Gespenst - die Drohung
Sc6—a5—c4 nämlich - loszuwerden, so Nimzowitsch"), 13...Lxc6, 14.h3
Dd7, 15.Kh2 Sh5!, 16.Ld2 f5 (das planlose Spiel des Weißen beantwortet
Nimzowitsch mit einem Angriff am Köngigsflügel, der vor allem
gegen die Schwäche g3 gerichtet ist), 17.Ddl b4!, 18.Sbl Lb5, 19.Tg1
Ld6, 20.e4 fxe4! (ein prächtiges Figurenopfer. Schwarz erhält
zwei Bauern und gelangt auf die zweite Reihe), 21.Dxh5 Txf2, 22.Dg5 Taf8,
23.Kh1 T8f5, 24.De3 Ld3, 25.Tce1 h6!! Eine phantastische Stellung
!Weiß ist in Zugzwang, und das bei vollem Brett nach 25 Zügen!
Man sehe: 26.Tecl Te2 mit Damengewinn, 26.Kh2 T5f3! mit Damengewinn, 26.
g4 T5f3! mit Matt oder Damengewinn. Nach 26. a3 a5 oder 26. b3 Kh8 oder
26. h4 Kh8 gehen die Züge auch allmählich aus. Weiß gab
auf. Eine wohl einmalige Situation im Schach.
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Der kleine Carl ganz
groß
Partie:
Weiß: H.N Pillsbury, Schwarz: Carl Schlechter
(München 1900).
Russisch
l.e4 e5, 2.Sf3 Sf6, 3.d4 Sxe4, 4.Ld3d5, 5.Sxe5 Sc6 (gebräuchlicher
ist 5... Le7). 6.Sxc6 bxc6 7.De2 De7, 8.0-0 g6, 9.Lxe4 Dxe4 10. Dxe4+ ?
(gewinnt einen Bauern, überläßt aber den Nachziehenden
das Läuferpaar. Stärker ist 10. Dd2), 10 ... dxe4, 11. Tel f5,12.
f3 Lg7, 13.c3 0-0, 14. Lf4 c5! (es ist sehenswert, wie S. sein Läuferpaar
in Szene setzt 15.dxc5 Tb8, 16.Te2 La6, 17. Tf2 e3!! (Ein feines Bauernopfer
zum Zweck der Linienöffnung. Angriffe nach Abtausch der Damen sind
stets besonders lehrreich), 18. Lxe3 Tfe8, 19.Ld2(es drohteTel+) 19...
Txb2, 20. Sa3 Lf8, 21.Le3 Txe3, 22.Txb2 Lxc5, 23. Kh1, Lxa3, 24.Tb8 + Kf7,
25. h4 Lc5, 26. c4 Tc5, 27.Tdl Txc4, 28.Td7+ Ke6, 29. Tx h7 Tel +, 30.
Kh2 Ld6 +, 31. g3 Tc2 +, 32. Kh1 Le2, 33. Tb3 Lxg3, 34. h5 f4 aufgegeben.
Es drohte 35...Tcl+, 36. Kg2 Lfl+, 37. Kg1 Lh3 matt.
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1.Weltmeisterin Vera Menchik brilliert
Partie:
Weiß: Vera Menchik, Schwarz: Sir George Alan Thomas
Königsindisch
London 1932
1.d4 Sf6, 2.c4 g6, 3.Sc3 Lg7, 4.e4 d6.5.f3 0-0, 6.Le3 e5, 7.Sge2 b6,
8.Dd2 Sc6, 9.d5 Se7, 10.g4! Sd7, 11. Tgl! (verhindert f5), 11...a5, 12.0-0-0
Sc5, 13.Sg3 Ld7, 14.h4 a4, 15.h5 Db8, 16.Lh6 Da7,17.Lxg7 Kxg7,18.Sf5+!!
Sxf5 (gxf5, 19.gxf5+ Kh8, 20.Dh6 wäre hier ganz schlecht. Etwas besser
als der Textzug war noch 18...Lxf5), 19.gxf5 a3, 20.f6+! Kh8 (aus und vorbei
ist es auch nach Kxf6, 21.Dg5+ Kg7, 22.h6+ nebst Df6 und matt), 21.Dh6
Tg8, 22.hxg6 fxg6. 23.Dxh7! Schwarz gab auf, denn es folgt Kxh7. 24.Thl
matt.
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Schöne
Partie von Judith aus der letzten Zeit
Weiß: Jan Timman, Schwarz: Judith Polgar
Bali, 2000
Damenindisch
l.Sf3 Sf6, 2.c4 b6, 3.d4 e6, 4.a3 Lb7, 5.Sc3 d5, 6.cxd5 Sxd5, 7.Dc2
Sxc3, 8.bxc3 Le7, 9.e4 0-0, lO.Ld3 c5, 11.0-0 12...La6, 13.Td1 ...cxd4,
14.cxd4 Lxd3, 15.Dxd3 ...Da6, 16.Lb2...Dxd3, 17.gxd3 ...Sd7, 18.Tcl Tfc8,
19.Tdc3 ... Txc3, 20.Txc3 ...Sf6, 21.Sd2 b5!, 22.Tc6 Kf8, 23.f3 Ke8, 24.Sb3
Sd7!, Der Springer hat seinen idealen Außenposten im Auge: c4 Der
eingedrungene weiße Turm richtet alleine nichts aus und kann ignoriert
werden 25.Kf1 ...Sb6, 26.Sc5? (Mit 26.Sa5 Kd7 27.Tc2 hätte Weiß
das Gleichgewicht aufrecht erhalten können. Nun verliert er einen
Bauern.) 26...Sc4, 27.Lcl Td8, 28.a4 Txd4, Die Würfel sind gefallen
29.Sb3 Td3, Schwarz gewinnt eine Figur. 30.axb5 ...Se5!, 31.Tc8+ Kd7, 32.Ta8
Txb3, 33.Txa7+ Ke8 und Weiß gab auf.
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HaJo
Hechts schönste Niederlage: "Alles hängt, nix darf man nehmen
..."
Partie:
Weiß: Micha Tal, Schwarz: Hans Joachim Hecht.
Olympiade 1962 Warna, Bulgarien
Damenindisch
1.d4 Sf6, 2.c4 e6, 3.Sf3 b6, 4.Sc3 Lb4, 5.Lg5 Lb7, 6.e3 h6, 7.Lh4 Lxc3+,
8.bxc3 d6, 9.Sd2 e5, 10.f3 De7, 11.e4 Sbd7, 12.Ld3 Sdf8, 13.c5! d6xc5,
14.d4xe5 Dxe5, 15.Da4+ c6, 16.0-0 Sg6, 17.Sc4 De6, 18.e5 b5, 19.exf6!!
(Der einzige Zug, der den kleinen Stellungsvorteil behält; selbst
starke Schachprogramme von heute übrigens brauchen immer noch so in
etwa 20 Minuten, um ihn zu finden ... Hecht rechnete natürlich mit
einem Rückzug der Dame.) 19. ... bxa4 (er bekommt sie förmlich
aufgedrängt), 20.fxg7 (Power-Bauer) Tg8, 21.Lf5 !! (Es kommt noch
dicker! Typisch Tal; so eine Angriffsläufer, der hängt,
Ärger bereitet und den man nicht schlagen darf, ebensowenig wie den
Springer auf c4, wegen aller Abspiele nach dem Turmschach auf e1), 21.
...Sxh4, 22.Lxe6 La6, 22.Sd6+ Ke7, 24.Lc4 Txg7, 25.g3 Kxd6, 26.Lxa6 Sf5,
27.Tb1 f6 (Das explosive Mittelspiel ist abgewickelt, Schwarz hat sich
den Verhältnissen entsprechend sehr gut verteidigt und steht nun mit
einer ruinierten Bauernstellung da, gegen die Weiß mit genauester
Technik gewinnt), 28.Tfd1+ Ke7, 29.Tde1+ Kd6, 30.Kf2 c4, 31.g4 Se7, 32.Tb7
Tag8, 33.Lxc4 Sd5, 34.Lxd5 cxd5, 35.Tb4 Tgc8, 36.Txa4 Txc3, 37.Ta6+ Kc5,
38.Taxf6 h5, 39.h3 hxg4, 40.hxg4 Tgh7, 41.g5 Th5, 42.T6f5 Tc2+, 43.Kg3
Kc4, 44.Te5 d4, 45.g6 Th1, 46.Tc5+ Kd3, 47.Txc2 Kxc2, 48.Kf4 Thg1, 49.Teg5
... 1-0
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Neulich im Internet; kleines Match bei
ICC
>>>Nichts gewollt, plötzlich gewonnen ...
(Stellung
nach 31... Txg3+)
Partie:
Weiß: Gast, Schwarz: Dörffel
Englisch, Blitz 2/12
l. Sf3 Sf6 2. c4 e6 3. g3 d5 4. cxd5 exd5 5. Lg2 c6 6. 0-0 Ld6 7. a3
Lg4 8. Sc3 Sbd7 9. d3 Dc7 10. b4 0-0 11. Lb2 h6 12.Tcl a6 13.Tel Tfe8 14.
Dc2 Se5 15.Sd2 Tad8 16. e4 dxe4 17.Sdxe4 Sxe4 18. Sxe4 Lh5 19. d4 Sxf3+
20. Lxf3 Bxf3 21. Sxd6 Dxd6 22. Df5 Ld5 23. Te5 Txe5 24. dxe5 De6
25. Dd3 Dh3 26. f3 Te8 27. Tel Te6 28. Te2 Tg6 29. f4 h5 30.Lc1?? h4 31.
f5 Txg3+ 32. hxg3 hxg3 0-1
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Kasparow wird
"fertiggemacht" ;-))
Partie:
Weiß:Vladimir Kramnik, Schwarz: Gari Kasparow
Moskau, 1994, Rapid 25 min
Königsindisch
l. Sf3 Sf6, 2. c4 g6, 3. Sc3 Lg7, 4. e4 d6, 5. d4 0-0, 6. Le2 e5, 7.
d5 Shd7, 8. Le3 Sg4, 9. Lg5 f6, 10. Lh4 h5, 11. Sd2 Sh6,
12. f3 Sf7, 13. Dc2 Lh6, 14. 0-0-0 c5, 15. dxc6 bxc6, 16. Kbl a5, 17.
Sa4 c5, 18. Sc3 Le3?!, 19. Sd5 Ld4, 20. Sb3 Lh7, 21. Sxd4 cxd4, 22.f4 Tb8,
23. Thfl Sh6, 24.c5!! Bei diesem Zug stockte den Leuten im Kreml-Palast
der Atem. Wir erleben den Auftakt zu einem beispiellosen Opferreigen. Wladimirs
Angriffslust erweist sich aufgrund der problematischen Stellung von Schwarz
nicht etwa als Tollkühnheit, sie ist - wie wir gleich sehen werden
- absolut gerechtfertigt. 24. ... Lxd5 Die anderen beiden Möglichkeiten
Kasparows in dieser kritischen Situation sind noch schlechter; Nach 24.
... Sxc5 25. fxe5 (droht 26. Sxf6+ g5, 26. Txf6! Lxd5, 27. Tg6+! Kh7, 28.
exd5 d3, 29. Lxd3 besitzt Weiß eine Gewinnstellung. Auf 24. ... dxc5
folgt ebenfalls 25.fxe5 g5 und nach 26.e6 Lxd5, 27.exd5 Se5, 28.Dxc5! Tc8,
29.Dxd4 gxh4 30.d6 kann Schwarz aufgeben. 25.exd5 Sf5 (pariert die Drohung
Dxg6+) 26.fxe5! Der nächste große Zug. Das Schlagen des kecken
Bauern -egal ob mit Springer oder Bauer - käme Kasparow teuer zu stehen
- verwiesen sei nur auf 27.Txf5!). 26... Sxh4, 27.exd6 Se5, 28.Txd4 Sf5,
29.Txf5! gxf5, 30.Dxf5 Kg7 (rüstet sich sich gegen die Drohung 31.Dxh5)
32.Tg4+ Kf8 33.De6; Sehen Sie sich die Stellung an. Zwei weiße Figuren
hängen, aber keine darf genommen werden, wenn Schwarz nicht matt gesetzt
werden will. Überdieß droht jetzt noch c6-c7. Da ist guter Rat
teuer! 33. ...Tb7 34.c6! Intuitiv gespielt. In einer Schnellpartie kann
man nicht alle Varianten rechnen. Schwarz hat jetzt durch ein Figuren-Rückopfer
immerhin noch diverse Schachgebote. 34. ...Txb2+ 35.Kxb2 Db6+, 36.Ka3 (der
Turm schützt die vierte Reihe) 26. ... Dc5+, 37.Ka4 Dc2+, 38.Kb5 Db2+,
39.Ka6 De2+, 40.Kb7 Th7, Das letzte Racheschach ... 41.d7 Game over
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